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Insel der Jugend

Die heu­ti­ge Insel der Jugend wur­de frü­her Rohr-Insel oder Treptower Bruch genannt und in Vorbereitung der Berliner Gewerbeausstellung 1896 auf­ge­schüt­tet und aus­ge­baut. Während der Gewerbeausstellung trug sie den Namen Neu-Spreeland und gehör­te ehe­mals zu Neukölln. Noch heu­te ist an der Brücke, die zur Insel führt, das Wappen deut­lich zu erken­nen. Später hieß sie Abteiinsel, benannt nach der als schot­ti­schen Klosterruine gebau­ten Ausflugsgaststätte.

Weil das Abtei-Gasthaus im Jahr 1914 abbrann­te und sei­ne Reste abge­tra­gen wur­den, konn­te der Wiener Architekt und Bauingenieur Friedrich von Emperger im Auftrag der dama­li­gen Stadt Neukölln als Besitzer der Insel eine Stahlbetonbrücke mit einem groß­zü­gi­gen Brückenhaus pla­nen. Die im gro­ßen Bogen ohne Flusspfeiler gebau­te Brücke wur­de erst­mals aus beto­num­man­tel­tem Gusseisen her­ge­stellt. Es han­delt sich um einen beid­sei­tig ein­ge­spann­ten Bogen, an des­sen Enden je ein Brückenturm steht. Für die­se Bauwerke wähl­te der Architekt Stilelemente des Historismus und ver­schie­den gestal­te­te Dachformen. Der drei­stö­cki­ge Turm am Inselzugang wird in der zwei­ten Etage von einer Aussichtsplattform umge­ben. Die Gehbahn der Brücke ist mit bei­der­sei­ti­gen schlan­ken Betonpfeilern dem hoch­ge­wölb­ten Unterbogen auf­ge­setzt.

In der DDR wur­de die Abteiinsel schließ­lich in Insel der Jugend umbe­nannt und das Brückenhaus dien­te in der Zeit als Jugendklubhaus. Auf der Insel der Jugend fan­den im Sommer auf der Freilicht-Bühne Konzerte statt. Zudem war sie ein gern besuch­ter Ort für jun­ge Paare. Ab dem 19. Jahrhundert fin­det hier zudem das Höhenfeuerwerk „Treptow in Flammen“ statt.